Vellum: Der Apple unter den Buchsatz-Programmen

Es gibt Buchsatz-Software – und es gibt Vellum. Wer einmal damit gearbeitet hat, will nie wieder zurück zu Word. Es verwandelt ein Manuskript in wenigen Minuten in ein wunderschönes E-Book und Taschenbuch.


Was ist Vellum?

Vellum ist keine Schreibsoftware (dafür nutzt du Scrivener oder Word), sondern ein Formatierungs-Tool. Du lädst dein fertiges Manuskript hoch, und Vellum spuckt druckfertige Dateien aus.

Das Besondere: Du musst nichts von Typografie, Rändern oder Zeilenabständen verstehen. Vellum übernimmt das Design automatisch und garantiert, dass es auf jedem Kindle, Tolino oder iPad perfekt aussieht.

Das Killer-Feature: Die Live-Vorschau 📱

Während du links deinen Text bearbeitest, siehst du rechts in Echtzeit, wie das Buch auf einem Kindle Paperwhite, einem iPhone oder als gedrucktes Taschenbuch aussieht.

Du siehst sofort, wo Zeilenumbrüche hässlich sind oder Kapitelanfänge nicht passen. Das spart Stunden an Test-Arbeit.

Der große Haken: Mac Only 🍎

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Vellum gibt es NUR für macOS.

Es gibt keine Windows-Version, und es wird laut Entwickler auch nie eine geben. Wer Vellum nutzen will, braucht einen Mac (oder den Dienst „MacinCloud“). Für Windows-Nutzer ist das Programm Atticus die beste Alternative.


Was kostet der Spaß?

Vellum ist Premium-Software und das merkt man am Preis. Es gibt kein Abo, sondern eine Lizenz auf Lebenszeit:

  • Vellum Ebooks: ca. 200 $ (nur für E-Books)
  • Vellum Press: ca. 250 $ (E-Books + Taschenbücher)

Tipp: Du kannst die Software kostenlos herunterladen und alles gestalten. Bezahlen musst du erst in dem Moment, wo du die fertigen Dateien exportieren willst.

✅ Pro

  • Unglaublich einfache Bedienung („Idiotensicher“)
  • Professionelle Ergebnisse (sieht aus wie vom Verlag)
  • Perfekter Export für Amazon KDP, Tolino, Apple

❌ Contra

  • Nur für Mac verfügbar
  • Hoher Preis (ca. 250 $)
  • Weniger gestalterische Freiheit als InDesign (Standard-Vorlagen)