Atticus im Test: Der „Vellum-Killer“ für Windows?

Jahrelang haben Windows-Nutzer neidisch auf die Mac-Kollegen mit ihrem „Vellum“ geschaut. Damit ist jetzt Schluss. Atticus verspricht, genau das Gleiche zu können – aber auf jedem Betriebssystem und günstiger.


Was ist Atticus?

Atticus ist ein Hybrid. Es will Scrivener (Schreiben) und Vellum (Formatieren) in einem einzigen Programm vereinen.

Hinter dem Tool steht Dave Chesson (Kindlepreneur), einer der bekanntesten Köpfe im Selfpublishing-Marketing. Sein Ziel: Ein Tool, das alles kann, einfach zu bedienen ist und nicht an Apple gebunden ist.

Das Killer-Feature: Läuft überall 🌍

Egal ob du einen Windows-PC, einen Mac, ein Chromebook oder Linux nutzt – Atticus läuft.

Es ist eine sogenannte PWA (Progressive Web App). Du kannst es im Browser nutzen oder als App installieren. Und das Beste: Es funktioniert auch offline. Sobald du wieder Internet hast, synchronisiert es deine Bücher in die Cloud.

Schreiben & Formatieren in einem

✍️ Der Schreib-Modus

Ähnlich wie bei Google Docs oder Scrivener kannst du direkt in Atticus schreiben. Es gibt Ziel-Tracker (Wortzahl) und Timer. Es ist solide, aber (noch) nicht so mächtig wie Scrivener.

🎨 Der Layout-Modus

Hier glänzt Atticus. Du wählst aus über 17 Vorlagen, siehst eine Live-Vorschau (wie bei Vellum) und exportierst per Klick perfekte EPUB- und PDF-Dateien für den Druck.


Preis & Leistung

Atticus kostet einmalig 147 $ (ca. 135 €). Das ist deutlich günstiger als Vellum (250 $) und beinhaltet E-Book UND Taschenbuch sowie lebenslange Updates.

✅ Pro

  • Läuft auf Windows, Mac & Chromebook
  • Günstiger Einmalpreis (kein Abo)
  • Sehr einfache Bedienung für Profi-Design

❌ Contra

  • Kann bei sehr großen Büchern etwas langsam werden
  • Typografie noch nicht ganz so perfekt wie bei Vellum
  • Startet manchmal etwas langsamer (da Browser-basiert)